Kanuten des Kanu-Club Wiking Bochum erpaddeln bei den Deutschen Kanurennsport-Meisterschaften 18 Medaillen

Die diesjährigen Deutschen Kanurennsport-Meisterschaften in Brandenburg an der Havel standen ganz im Licht der deutschen Olympia- Medaillengewinner um Sebastian Brendel, Jan Vandrey und Ronny Raue. Um den Ansturm nur eine Woche nach den Olympischen Spielen in Rio auf die Stars der Szene gerecht zu werden, wurde extra eine Autogrammstunde veranstaltet, zu der sich mehrere Hundert Menschen geduldig in die Schlange stellten.

An den sonnigen und heißen Tagen am Beetzsee gelang es den „Wikingern“ voll und ganz zu überzeugen. Sie erpaddelten sich gesamt über alle Altersklassen verteilt 18 Medaillen, davon allein 4 Deutsche Meisterschaften.

Bei den jüngsten in der Schülerklasse gelang dem Duo David Bauschke und Luke Sieverding im Zweier-Canadier über die 2000m Langstrecken-Distanz der erste Coup. Mit einem Start-Ziel-Sieg sicherten sie sich die Goldmedaille und damit ihre erste Deutsche Meisterschaft. Da sie über die 500m-Strecke noch die Bronze- und im NRW-Achter mit Vereinskollege Timon Gropp die Silbermedaille gewannen, hatten sie tatsächlich den kompletten Satz Medaillen zusammen. Ebenfalls erfolgreich in der Schülerklasse war bei den Kajak-Fahrerinnen Greta Dockenfuss. Sie erreichte über 2.000m den dritten Podiumsrang.

Bei den etwas älteren in der Jugendklasse reichte es zwar nicht zu einem Meistertitel, allerdings kamen die beiden „Wikinger“ Antonius Rüsing und Christopher Dirks auf immerhin sechs Silber-Medaillen. Rüsing sicherte sich sein Edelmetall im Einer-Canadier über 500 und 1.000m, sowie im Zweier über 500m im NRW-Boot mit Torben Eller (Wuppertal) und im NRW-Vierer über 500m zusammen mit seinem Vereinskollegen Christopher Dirks. Zudem gewann Dirks im Einer über 5.000m und im NRW-Zweier über 1.000m (zusammen mit Schröder/Wuppertal) die Silber-Medaille.

Bei den Junioren sicherte sich Timo Rosenthal gleich drei Titel. Mit seinem Juniorennationalmannschafts-Kollegen Nico Pickert vom LDKC Bochum gewann er im Zweier über 1.000m und zusammen mit seinem Vereinskollegen Torben Daetermann und Wiedermann (Schwerte) im Vierer der NRW-Mannschaft ebenfalls über 1.000m. Danach folgte erst eine große Enttäuschung: Mit einem Rückstand von nur 10 Hundertstel verpasste Rosenthal auf seiner Paradestrecke über 1.000m nach einem spannenden Rennen das Podium. In diesem Rennen siegte Pickert vor Sternkiker (Potsdam) und Adam (Berlin). Den Frust konnte er allerdings schnell wieder in Motivation ummünzen. Nach einer taktischen Meisterleistung über die Langstrecke (5.000m) konnte sich der diesjährige EM-Teilnehmer seinen dritten Titel sichern. Sein Mannschaftskollege und WM-Teilnehmer Torben Daetermann konnte neben dem Titel im Vierer auch noch Silber im Zweier mit National-Mannschaftskollege Aaron Wiedermann und jeweils Bronze im Einer über 200 und 500m hinter Adam und Pickert gewinnen.

Abgerundet wurde die starke Mannschaftsleistung in der Leistungsklasse. Im Vierer über 1.000m gewannen Ex-Kanumarathon-Weltmeister Matthias Ebhardt, Leo Bals sowie das Vater-/Sohngespann Karsten und Erik Pleßmann den 3. Rang für die Wikinger.

„Mit diesem Mannschaft-Ergebnis können wir wirklich mehr als zufrieden sein. Das sich die Erfolge durch alle Altersklassen ziehen und auch die Jüngsten bereits an die Erfolge der Älteren anknüpfen stimmt mich sehr positiv für die Zukunft.“, zieht Sportwart Martin Krämer eine positive Bilanz. Bereits jetzt sucht der Verein die Meister und Olympioniken von morgen. Wer sich selber einmal im Paddeln ausprobieren möchte, kann gerne unter info@kc-wiking.de Kontakt aufnehmen.