Matthias Ebhardt gewinnt zwei Goldmedaillen beim Marathon Weltcup in Brandenburg!

Was für ein Wochenende für Matthias Ebhardt.

 

Eigentlich wollte der 33-jährige keine internationalen Rennen mehr fahren, denn Familie und Beruf haben mittlerweile einen anderen Stellenwert als der Kanusport.

„Auf der Westdeutschen Meisterschaft habe ich gemerkt, dass ich noch sehr gut drauf bin und so ist die Entscheidung gereift, beim Weltcup in Brandenburg noch einmal an den Start zu gehen“ sagte der Weltcup-Sieger nach dem Rennen.

 

Die Regattastrecke am Beetzsee in Brandenburg war in diesem Jahr Austragungsstätte des Kanu Marathon Weltcups. Im nächsten Jahr findet hier die Weltmeisterschaft im Kanu Marathon statt. In der Leistungsklasse ging der ehemalige Weltmeister Matthias Ebhardt zunächst über die kurze Strecke in das Rennen.

 

Beim Einfahren zu diesem Rennen hatte er zunächst Pech und sein Paddel ging zu Bruch. Also musste das Ersatzpaddel her. Dies ist allerdings etwas breiter und länger, hat dadurch mehr Paddelfläche und wird daher mit mehr Krafteinsatz gefahren. Über die kurze Strecke (3,6 KM) kein Problem für Matthias Ebhardt, er gewinnt den „Short Treck“ souverän.

 

Am nächsten Tag stand die normale Marathondistanz auf dem Programm, das bedeutet 26,88 km mit 6 Portagen. Bei dieser langen Strecke kann ein anderes Paddel schon große Auswirkungen auf den Rennverlauf haben. Der Langstreckenspezialist des KC Wiking konnte aber auch in diesem Rennen seine ganze Erfahrung im Kanumarathon ausspielen.

 

Er kommt am besten mit den Wellen zurecht und läuft in den Portagen wie in seinen besten Zeiten. Bereits in der dritten Portage hat sich an der Spitze eine Dreiergruppe gebildet, mit Matthias Ebhardt sind noch der Tscheche V. Dubsky und der Kroate N. Ljubek dabei. Der zweite deutsche Teilnehmer, Kurt Kuschela, immerhin Olympiasieger 2012 im C2 über 1.000 M, musste diese Gruppe ziehen lassen und konnte bis zum Ende auch nicht mehr aufschließen.

 

Bei der letzten Portage konnte der Wikinger dann seine ganze Routine unter Beweis stellen. Ljubek hatte mittlerweile schon einen kleinen Rückstand und Dubsky verlor hier beim Wiedereinsteigen in sein Boot wertvolle Sekunden. Den letzten Kilometer fuhr Matthias Ebhardt dann ganz sicher zu seiner nächsten Goldmedaille.

 

Wie gesagt, es war ein perfektes Wochenende für den Wikinger.